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Podiumsdiskussion der Voerder BM-Kandidaten

Mit Interesse verfolgten Vorstandsmitglieder der Wählergemeinschaft Voerde die finale Podiumsdiskussion der drei Voerder Bürgermeisterkandidaten in der Aula des Gymnasiums Voerde. Positiv überrascht ist der WGV-Vorstand über die mittlerweile eindeutigen Positionen des parteilosen Kandidaten Patrick Hanraths bei den aktuell wichtigsten kommunalpolitischen Themenfeldern, die er sich, wie er sagt, „nach zahlreichen Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern in den vergangenen Wochen“ angeeignet hat.

Seine Forderung beispielsweise, das überdimensionierte und fehlplatzierte „Olympiastadion in Friedrichsfeld“, wie er Aussagen der Voerder zitiert, als nicht zukunftsfähiges und nicht finanzierbares Protzprojekt zu stoppen, entspricht ganz der jahrelangen Forderung der WGV und wird auf unseren Wahlplakaten auch genauso bildlich dargestellt. Auch mit seiner Forderung nach Einrichtung einer Gesamtschule, um allen Schülerinnen und Schülern ein bedarfsgerechtes Bildungsangebot in Voerde zu ermöglichen, liegt er inhaltlich ganz auf der Linie der WGV. Sie war es schließlich, die – leider vergeblich – als einzige politische Gruppierung vehement für den Erhalt der Gesamtschule gekämpft hatte. Seinen Vorwurf, die Voerder Verwaltung habe eine nachhaltige Förderung des Einzelhandels verschlafen, kann die WGV ebenfalls voll und ganz teilen.

Auch wenn die WGV aufgrund seiner fehlenden kommunalpolitischen Erfahrungen und mangelnden Verwaltungskompetenz weiterhin für Hanraths keine Wahlempfehlung aussprechen wird: In der Podiumsdiskussion hat er bewiesen, dass er inhaltlich – wie seit jeher von der WGV praktiziert – sein Ohr auf die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ausgerichtet hat.

Nicht teilen kann die WGV allerdings seine auf dem Podium angedeutete Abneigung gegen Bürgerbefragungen. Die WGV ist nämlich überzeugt, dass mehr direkte Demokratie in Voerde auch auf kommunaler Ebene das Interesse an Politik fördern und überflüssige Protzprojekte verhindern könnte.

Alles in allem ist jedoch die inhaltliche Schnittmenge zum „Außenseiter-Kandidaten“ erheblich größer als zu den beiden aussichtsreichsten Kandidaten Haarmann und Kasper.